Istorie, Arheologie, Romanian Prehistory, Prehistoric weapons, Prehistoric Settlement, Late Bronze Age, Early Iron Age, Bronze Age Metallurgy, Balkan archaeology, Ancient Mining and Metallurgy, Material Culture, Balkan Prehistory (Archaeology), Southeastern Europe (archaeology), Material Culture Studies, Ancient economies (Archaeology), Ancient Metallurgy, Ancient technology, Metal Finds (Archaeology), Eurasian Prehistory, Bronze Age Axes, European Prehistory (Archaeology), Prehistoric Archeology, Arheologie, Prehistory, Romania, Balkan prehistory, Ancient Metal Technology, Prehistoric Technology, Romanian archaeology, Prehistoric Europe (Archaeology), Ancient Technology (Archaeology), Socketed Axes, History of Technology, Bronze Age Balkans, Bronze Age Europe (Archaeology), Archaeology, Prehistoric Archaeology, Bronze Age Archaeology, Landscape Archaeology, Bronze Age of the Carpathian Basin, Late Bronze Age archaeology, Bronze Age (Archaeology), Bronze Age, Archaeo-Metallurgy, and Metalwork (Archaeology)
MUZEUL
JUDEŢEAN
MUREŞ
MARISIA
S T U D I I Ş I M AT E R I A L E
ARHEOLOGIE
XXXI
Târgu Mureş 2011
COntEnt
ARTICLES
Zoltán Czajlik–Sándor Berecki–László Rupnik–Sándor József Sztáncsuj Preliminary Report on the Aerial Archaeological Survey in Transylvania (2009–2010) ...................... 7 Cristian Ioan Popa Two Statuettes with Mobile Heads from Petreşti–Groapa Galbenă ....................................................... 19 Paula Mazăre Textile Structures and Techniques Identified in Neolithic and Copper Age Sites from Romania ..... 27 Sándor Berecki–Sándor József Sztáncsuj A Copper Age Settlement from Târgu Mureş. Aspects of Chronology and Relations of the Ariuşd Culture ........................................................................................................... 49 Vasile Diaconu–Bogdan Petru Niculică Un sceptre inédit de l’Âge du Bronze découvert à Mihoveni, département de Suceava ...................... 73 Oliver Dietrich Zentralisierte Produktionsstrukturen? Überlegungen zur räumlichen Beziehung von bronzezeitlichen Gussformen und Fertigprodukten in Südosteuropa am Beispiel der rumänischen Tüllenbeile .............................................................................................................................. 77 Tobias Mörtz Sternparallaxe. Bemerkungen zu einer älterurnenfelderzeitlichen Ornamentform zwischen Banat und Harz ............................................................................................................................. 93 Daniel Vasile Sana–Ioan Bejinariu Aspects of Metallurgical Activity in the Early Iron Age Settlement at Şimleu Silvaniei–Observator ................................................................................................................. 111 János Németi Archaeological Finds belonging to the Late Hallstatt and La Tène Period from Cămin/Kálmánd–Krasznapart, Satu Mare County ....................................................................... 121 Iosif Vasile Ferencz–Cristian Dima About an Iron Vessel from Sarmizegetusa Regia .................................................................................... 155 Maria-Corina Nicolae The Iconography of the Antique Hero in the Balkan Area .................................................................... 159
Szilamér Péter Pánczél The Production of Prismatic Glass Bottles in Roman Apulum ............................................................. 175 Dávid Petruţ–Radu Zăgreanu The Funerary Stelae from Porolissum. Typological, Iconographical and Epigraphic Aspects.......... 189 Radu Zăgreanu–Zsolt Nyárádi New Data about the Roman Settlement from Odorheiu Secuiesc........................................................ 219 Imola Boda–Csaba Szabó Notes on a Dolichenian Relief at Mehadia ............................................................................................... 273 Szilárd Sándor Gál Timişoara–Freidorf. Osteological Analysis of Human Remains .......................................................... 283 Keve László–András Péntek–László Lenkey The Medieval Fort at Moreşti Based on Geophysical Surveying and Former Archaeological Excavations .................................................................................................. 291 István Botár Medieval Finds from Cotorman ................................................................................................................ 299 Zoltán Soós Bronze Objects from the Excavation of the Târgu Mureş Franciscan Friary ...................................... 313 Carol Kacsó Die frühe sächsische Präsenz in Baia Mare und in der Maramuresch ................................................. 339
BOOK REVIEw
Gáll Erwin, Doboka-IV. vártérség templom körüli temetője: régészeti adatok egy észak-erdélyi ispáni központ 11–13. századi fejlődéséhez (The churchyard cemetery in Dăbâca/Doboka, castle area IV: archeological data on the development of a north Transylvanian county centre in the 11–13th centuries), Kolozsvár, Erdélyi Múzeum Egyesület, 2011 (by Zalán Győrfi) ........................................................ 347 ABBREVIATIONS .................................................................................................................................... 349
ZEntRaLISIERtE PROdUktIOnSStRUktUREn? ÜBERLEgUngEn ZUR RäUMLIChEn BEZIEhUng VOn BROnZEZEItLIChEn gUSSfORMEn Und fERtIgPROdUktEn In SÜdOStEUROPa aM BEISPIEL dER RUMänISChEn tÜLLEnBEILE
Oliver dIEtRICh
Deutsches Archäologisches Institut, Orient-Abteilung, Berlin, DE
Bei der Bewertung des räumlichen Verhältnisses von Gussformen zu Fertigprodukten im Karpatenbecken müssen Überlieferungsfilter stärker als bisher in Betracht gezogen werden. Zunächst stammen Tüllenbeilgussformen, anders als die Fertigprodukte, ganz überwiegend aus Siedlungen und wurden bei Ausgrabungen entdeckt. Der Stand der Siedlungsarchäologie bestimmt damit die Verbreitung von Gussformen in hohem Maße mit. Der zweite Überlieferungsfilter betrifft die bronzezeitliche Gusstechnik. Es ist kaum anzunehmen, dass allein steinerne Gussformen verwendet worden sind. Neben einigen Funden fragiler und daher selten überlieferter zweischaliger Tongussformen liegen Belege verschiedener Arten von Modeln zur Herstellung von Ton- oder Formsandgussformen vor. Dies deutet darauf hin, dass vermutlich auch archäologisch schwer sichtbare Gussverfahren einen Anteil am Gesamteindruck der Verbreitung von Tüllenbeilgussformen in Rumänien haben. Die Steingussformen können gut zur Herstellung dieser Model gedient haben, ohne dass hier ihre einzige Funktion gelegen haben muss. Schlüsselwörter: Überlieferungsfilter Rümänien, Tüllenbeile, Tüllenbeilgussformen, räumliche Verteilung,
Die Organisation des spätbronzezeitlichen Metallhandwerks im Karpatenbecken ist noch kaum erforscht. Zwar liegen einige Befunde vor, die mehr oder weniger sicher mit Metallhandwerk in Verbindung gebracht werden können, doch lassen sich diese noch nicht recht zu einem stimmigen Gesamtbild zusammenfügen. So stehen den Fragen, die der große Reichtum an z.T. serienmäßig produzierten Bronzen aufwirft, noch recht wenige Antworten gegenüber. Einer dieser Fragen, der räumlichen Beziehung zwischen Gussformen und Endprodukten, sollen die folgenden Zeilen gewidmet sein. Der geographische Bezug zwischen Gussformen und Fertigprodukten In seiner grundlegenden Arbeit zu den Gussformen für Tüllenbeile in Südosteuropa hat B. Wanzek (1989, 176) herausstellen können, dass die Verbreitung von Fertigprodukten und zugehörigen Gussformen nicht identisch ist. Letztere lägen zumeist im Randbereich der Tüllenbeilverbreitung oder sogar außerhalb davon. Von diesem Befund ausgehend stellte er das Modell
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einer an befestigte Zentralorte gebundenen Herstellung von Tüllenbeilen und einem Netz von Verteilungswegen auf (Wanzek 1989, 188–192). Diese quasi-industrielle Herstellung von Tüllenbeilen verortete er in Siedlungen mit bemerkenswerten Gießereibefunden wie z.B. Velem St. Vid. Depotfunde von Gussformen liessen ferner auf Wanderhandwerker schließen, während in kleineren Siedlungen mit wenigen Gussformen für den eigenen Bedarf oder die Kleinregion produziert worden sei. Sowohl die Höhensiedlungen als auch die kleineren Siedlungen wären auf die Anlieferung von Rohstoffen angewiesen gewesen und ihre Lage richtete sich somit nach dem Wegenetz aus, was zu der Abweichung der Verteilung von Fertigprodukten und Gussformen geführt habe. Zumal der Verteilung der Depotfunde, aus denen die meisten Fertigprodukte stammen, sicher andere Ursachen zugrunde liegen als ein Wegenetz, ist man geneigt diesem Gedankengang zu folgen. Der von Wanzek geschilderten Ausgangssituation ist auch bei einem heute etwas erweiterten Forschungsstand zuzustimmen. Betrachtet man eine Kartierung (Taf. 1) von Tüllenbeilfunden aus Rumänien und den nach wie vor sehr wenigen Funden von Gussformen, so fällt sofort deren randliche Lage ins Auge. Insbesondere die reiche Deponierungslandschaft des Someş-Beckens erscheint in Bezug auf Gussformen fundleer, während der an Tüllenbeilen arme außerkarpatische Raum zahlreiche Gussformenfunde aufweist. Nur selten stammen zudem bislang Fertigprodukte und Tüllenbeile vom selben Fundort, Ausnahmen sind die Siedlungen von Radovanu–Gorgana a doua (Morintz–Şerbănescu 1985, bes. 16, Abb. 15/1), Reci–Telek (Székely 1966) und möglicherweise Tăşad (Petrescu-Dîmboviţa 1977, 112f., Taf. 213/1–7; Wanzek 1989, 202, Nr. 56, Taf. 49/2). Diese offenkundige Divergenz in der Verbreitung von Fertigprodukten und Gussformen lässt sich mit B. Wanzeks Überlegungen ohne Frage erklären, wenn wir auch sicher noch weit davon entfernt sind, ein bronzezeitliches Wegesystem im Karpatenbecken rekonstruieren zu können, abgesehen von der offenkundigen Bindung der Siedlungen an Wasserläufe. Doch beachtet unserer Meinung nach dieses Modell zu wenig die Überlieferungsbedingungen der beiden verglichenen Fundgruppen, bzw. die auf diese einwirkenden Überlieferungsfilter. Gussformen für Tüllenbeile aus Rumänien: der Einfluss von Überlieferungsfiltern auf die Fundverbreitung Die Auffindungsumstände von Fertigwaren und Gussformen sind bisher nicht zur Erklärung des Fundbildes herangezogen wurden. B. Wanzek hat für die südosteuropäischen Tüllenbeilgussformen darauf hingewiesen, dass sie zu 45,2% Siedlungs- und zu 38,4% Einzelfunde1 darstellten (Wanzek 1989, 15). Depotfunde sind mit 12,3% deutlich weniger häufig, Grabfunde kommen kaum vor (1,4%). Auch in Rumänien stammen 46% (19 Stücke) der Gussformen aus Siedlungen gegenüber 29% (12 Stücken) aus Depotfunden (Abb. 1; Fundliste 1). Der Gesamteindruck einer Bindung der Funde an Siedlungen wird noch verdichtet durch den Umstand, dass der Gussformendepotfund von Ciumeşti (Fundliste 1, Nr. 8) sicher, der von Brădiceşti (Fundliste 1, Nr. 4) möglicherweise aus einer Siedlung stammt. Zudem lieferten insgesamt nur vier Depotfunde die 12 Gussformen. Entsprechend wurden die rumänischen Tüllenbeilgussformen auch überdurchschnittlich häufig bei systematischen Ausgrabungen (18 Stücke, 44%) und Oberflächenbegehungen (3 Stücke, 7%), also systematischer archäologischer Feldarbeit entdeckt (Abb. 2). Betrachtet man
1 Diese im Vergleich zu den rumänischen Funden (s.u.) hohe Anzahl könnte dadurch zu erklären sein, dass „Einzelfund“ in der Literatur häufig mit „Fundumstände unbekannt“ gleichgesetzt wird.
Überlegungen zur räumlichen Beziehung von bronzezeitlichen Gussformen und Fertigprodukten
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nun aber die Fundumstände der Fertigprodukte, so stammen die Tüllenbeile zu etwa 75% sicher aus Depotfunden und zu weiteren 5% aus unsicheren Depotfunden, hinzu kommen 8% Einzelfunde und nur etwa 1% Siedlungsfunde (Abb. 3).2 Funde aus Ausgrabungen sind aufgrund dieser Fundumstände überaus selten.
unklar 10% Grab 7% Einzelfund, unsicher 2% n=3 n=1 n=2 Siedlungsfund 47% n=19
unklar 22%
n=4
n=9 Ausgrabung 44% n=18
Einzelfund 5%
n=12 Depotfund 29%
Bodeneingriffe 27%
n=11 n=3 Oberflächenbegehung 7%
Abb. 1. Tüllenbeilgussformen aus Rumänien nach Fundkategorien.
unsichere Siedlungsfunde 1% n=18 sichere Siedlungsfunde n=47 1% Grabfunde 0% n=7
Abb. 2. Tüllenbeilgussformen in Rumänien nach Fundumständen.
unklare Kontexte 10% n=311
Einzelfunde 8% n=271 n=153
unsichere Depotfunde 5%
sichere Depotfunde 75% n=2449
Abb. 3. Tüllenbeile in Rumänien nach Fundkategorien (Arbeitsstand: 3256 Tüllenbeile).
Somit betrachten wir mit Fertigprodukten und Gussgerät zwei auf völlig unterschiedliche Art und Weise zustandegekommene archäologische Quellengruppen. Durch den oft noch nicht sehr umfangreichen Stand der Siedlungsarchäologie sind Gussformen mit Sicherheit im Fundbild deutlich unterrepräsentiert. Die Fertigprodukte dominieren hingegen durch die
2 Die Zahlenangaben beziehen sich auf einen Arbeitsstand von 3256 Tüllenbeilen in Dietrich 2009. Diese Zahl repräsentiert nicht alle rumänischen Tüllenbeile, doch ändern sich die relativen Verhältnisse aufgrund seitdem hinzugekommener Stücke kaum.
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stark ausgeprägte innerkarpatische Depotfundsitte das Fundbild.3 Somit könnten die Verbreitungskarten momentan eher die Lage umfangreich ausgegrabener Siedlungen anzeigen, als die prähistorische Verbreitung von Gussformen wiederzuspiegeln. Gussformen für Tüllenbeile aus Rumänien: der Einfluss der Gusstechnik Neben dem oben geschilderten Überlieferungsfilter möchten wir noch auf einen weiteren aufmerksam machen. Der ganz überwiegende Teil der überlieferten Gussformen besteht aus Stein (36 Stücke, Abb. 4, vergl. Fundliste 1). Dieses Material ist durch seine Härte und Dauerhaftigkeit in der Fundüberlieferung und damit archäologischen Sichtbarkeit gegenüber Gussformen aus anderem Material klar im Vorteil. Gussformen aus Ton sind aus Rumänien in geringer Zahl überliefert (vier Stücke, Abb. 4, vergl. Fundliste 1) und ihr fragiler Zustand verweist deutlich auf einen der Gründe. Dass Tongussformen in Südosteuropa in erheblichem Maße zur Herstellung von Tüllenbeilen in Gebrauch waren, zeigen beispielhaft die Funde von Sveti Petar Ludbreški– Staro groblje, Kroatien (Šimek 1979; 2004). Da Tüllenbeile regelhaft Gussnähte aufweisen und die erhaltenen Tongussformen auch immer zweischalig konzipiert sind, kann jedoch nicht ein theoretisch möglicher Guss in verlorener Form für das auffallend seltene Auftreten entsprechender Funde verantwortlich gemacht werden. Eher wird man mit einem weiteren Gussverfahren, nämlich dem in verlorenen Sandformen, zu rechnen haben, das im Regelfall keine Spuren hinterlässt (Goldmann 1981, bes. 115). Bei diesem Verfahren wird von einem Model des zu giessenden Objekts ein Abdruck in einer Kiste mit Formsand genommen, möglich ist natürlich auch das Abformen eines Fertigprodukts. Für komplexere Gegenstände wie Beile müssen natürlich zwei Formsandkisten verwendet werden, die für den Guss verbunden werden müssen. Hieraus resultieren in jedem Fall Gussnähte, wie sie an allen südosteuropäischen Tüllenbeilen vorhanden sind. K. Goldmann betont, dass die Oberfläche der Gusstücke je nach Körnung des Sandes nahezu glatt sein könne (Goldmann 1981, bes. 115), was allerdings bei Tüllenbeilen eine geringere Rolle spielen dürfte, da die meisten Stücke ohnehin nach dem Guss überarbeitet werden mussten, um funktionsfähig zu sein. Nicht nur die Klingen wurden gedengelt, oft finden sich Hammerspuren auf dem gesamten Körper. Obwohl der Guss in Formsand von K. Goldmann (1981) etwas provokativ als mögliches „Hauptverfahren alteuropäischer Bronzegießer“ in die prähistorisch-archäologische Diskussion eingebracht worden ist, hat dies eher wenig Niederschlag gefunden, was nicht zuletzt an den wenigen direkten Belegen der Anwendung dieser Technik liegen dürfte. Goldmann interpretierte den Inhalt eines bronzenen Gefäßes aus dem Depotfund von Seth, Kr. Segeberg als Rest von Formsand (Goldmann 1981, 109). Zwar liegen auch aus dem Karpatenbecken keine direkten Belege für diese Form des Bronzegusses vor, doch sind sehr wohl einige Fundstücke vorhanden, deren Funktion es möglicherweise war, als Model für Sand- oder Tonformen zu dienen. Es handelt sich um insgesamt acht Belege von Halbgüssen von Tüllenbeilen oder Tüllenhämmern von fünf Fundorten (Fundliste 2, Taf. 2/1–8). Die Funde stammen allesamt aus transdanubischen Depotfunden des Gyermely- und
3 Dies dürfte auch für die Fertigprodukte zu einer möglicherweise nicht immer prähistorischen Realitäten entsprechenden Verschiebung der Fundkonzentration ins Karpatenbecken führen. Die Anlage großer Deponierungen ist ein Charakteristikum dieses Raums, während wir außerhalb der Karpaten vor allem Einzelfunden begegnen (Dietrich 2010, 34f., Abb. 7). Zudem fällt auf, dass auch drei der vier Depotfunde von Tüllenbeilgussformen außerhalb der Karpaten liegen. Hier deuten sich mit einiger Sicherheit eher regionale Präferenzen im Deponierungsgut an, als dass sich aus den Karten auf prähistorische Verbreitungsrealitäten schließen lässt.
Überlegungen zur räumlichen Beziehung von bronzezeitlichen Gussformen und Fertigprodukten
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Kurd-Horizonts (vergl. Mozsolics 1984, 40). Offenbar gehörten sie also nur regional und zeitlich beschränkt zu den Objektkategorien, die für eine Niederlegung in Depotfunden in Frage kamen. Dies muss allerdings nicht bedeuten, dass sie nicht insgesamt häufiger und chronologisch sowie regional weiter verbreitet waren.
Ton 10% n=1 unklar 2%
n=4
Stein 88% n=36
Abb. 4. Tüllenbeilgussformen in Rumänien nach Material.
Nach A. Mozsolics dienten sie als „Kern, von dem negative Gußformen gewonnen werden konnten, bzw. waren Probestücke, ob die beiden Gußformenhälften gleich sind“ (Mozsolics 1984, 39f.). Wanzek sieht die Objekte hingegen als Schablonen bzw. Modelle, „die die Länge, Verzierung und Dicke im Gußmodel – also die Einarbeitungstiefe – vorgeben“ (Wanzek 1989, 37f.). Weiter seien sie dazu verwendet worden, die Stellung der Negative zueinander festzulegen. Leider wird nicht ausgeführt, wie man sich die genaue Anwendung dieser „Schablonen“ vorzustellen hätte. Über ein einfaches umreissen der Form auf dem Gussformenrohling könnte sie kaum hinausgegangen sein, denn es bleibt unklar, wie z.B. die aufwendige Verzierung des Models aus Beremend (Fundliste 2, Nr. 1) hätte übertragen werden sollen. Auch ein Einlegen der Model in die in Arbeit befindlichen Formen zur Tiefenbestimmung des Negativs erscheint uns weniger wahrscheinlich, denn soweit Querschnitte publiziert sind, scheinen die Stücke zu schmal zu sein, um in Verdoppelung ein funktionsfähiges Tüllenbeil zu ergeben. Sehr viel wahrscheinlicher erscheint es uns, dass es sich tatsächlich um Model handelt, die zur Herstellung von Ton- oder Sandgussformen dienten. Natürlich könnte man solche Formen auch von Fertigprodukten abnehmen, doch haben die Model den Vorteil einer erheblichen Material- und Gewichtsersparnis, wenn zahlreiche Beilformen vorgehalten werden sollten. Weiter ist auf eine in Rumänien bislang nur ein Mal belegte Fundgattung hinzuweisen. Aus dem Depotfund von Dezmir–Bocomaia liegt ein bleiernes, komplett ausgegossenes Tüllenbeil vor (Rusu Et Al. 1977, R65b/23; Taf. 2/9). Aufgrund seines Materials und der fehlenden Tülle kann es niemals zum Gebrauch bestimmt gewesen sein. Dieser momentan im Karpatenbecken noch allein stehende Fund eröffnet eine Brücke zu ähnlichen, gut dokumentierten Funden aus dem atlantischen Kreis. In Cambridge–New Street wurde ein Fragment eines solchen Beils in einer bronzenen Gussform festgestellt (Fundliste 3, Nr. 2), ein weiterer Fund stammt aus Southall–Brickfield (Fundliste 3, Nr. 9). Eine Form für Tüllenbeile aus einem Depotfund von der Isle of Harty, Kent
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der Bleireste anhafteten, beschrieb schon A. Evans als Teil seiner eigenen Sammlung (Evans 1881, 441f.). S. P. Needham und D. R. Hook haben, die o.g. eingeschlossen, sieben Funde von Blei im Kontext von Gussformen von den Britischen Inseln auflisten können (Needham–Hook 1988, Appendix 2). R. F. Tylecote vermutete, dass es sich bei den auch ohne Fundzusammenhang mit Gussformen häufiger vorkommendenen bleiernen Beilen (Fundliste 3) um Kerne handele, die die Rolle des Wachsmodells beim Guss in verlorener Form übernommen hätten (Tylecote 1962, 125–128). Technische Einwände hiergegen, die besonders den Gussvorgang beeinträchtigende Bleirückstände in den Formen betreffen, hat E. Foltz geltend gemacht (Foltz 1980). Zudem wurden Tüllenbeile, wie oben angemerkt, nicht in verlorener Form hergestellt. Obwohl auch sie diese Einwände zur Kenntnis nehmen, möchten Needham und Hook das „Bleiausschmelzverfahren“ trotzdem nicht gänzlich verwerfen (Needham–Hook 1988, 265–268). In der deutschsprachigen Frühgeschichtsforschung existiert eine umfassende Literatur zur Rolle von bleiernen Modeln beim Bronzeguss, die für das erste nachchristliche Jahrtausend quantitativ gut belegt und dokumentiert sind (zusammenfassend zum Forschungsstand Bergen 2005, 26–37). Besonders für Fibeln, die aufgrund ihrer Trageweise in gussgleichen Paaren hergestellt werden mussten, existieren entsprechende Model. War auch hier anfangs vermutet worden, dass die Bleiobjekte das Wachs beim Guss in verlorener Form ersetzt haben könnten, so hat sich mittlerweile die Ansicht durchgesetzt, dass Bleimodel in mehrstufigen Prozessen zur Herstellung von zweiteiligen tönernen Gussformen oder für Abdrücke in Formsand genutzt wurden.4 Auch Goldmann hatte die Nutzung von Blei- oder Zinnmodeln als Möglichkeit angesprochen und zudem auf eine steinerne Tüllenbeilgussform unbekannten Fundortes aus dem Museum für Vor- und Frühgeschichte Berlin hingewiesen, an deren Oberfläche Reste von BleiZinnoxid bzw. Bleioxid und Zinnoxid festgestellt werden konnten (Goldmann 1981, 112, 115, Anm. 17, Abb. 4), hinzu kommen die o.g. britischen Exemplare. Wir wollen hier nicht bestreiten, dass Bronzeguss in steinernen Gussformen stattgefunden hat. Doch erscheint uns eine primäre Funktion zur Herstellung von Gussmodeln nicht unwahrscheinlich. Metallanalysen an den Oberflächen von Gussformen stehen aus Rumänien noch aus, doch ist Blei in Rohform in einigen Depotfunden des Karpatenbeckens bekannt.5 Weiterhin ist auch zu bedenken, dass Abdrücke in Formsand oder Ton auch von Fertigprodukten problemlos genommen werden können.6 Es liegen damit aus unserer Sicht genügend Hinweise vor, um anzunehmen, dass der Guss in Tonformen oder Formsand ein weit verbreitetes Verfahren darstellte, das jedoch archäologisch kaum sichtbar wird. Das schüttere Verbreitungsbild steinerner Gussformen spiegelt damit sehr wahrscheinlich nicht unmittelbar die Zentren des Tüllenbeilgusses wieder, der möglicherweise sehr viel dezentralisierter erfolgte als es das Fundbild vermuten ließe.
4 Vergl. Foltz 1980, der ältere Vorstellungen überzeugend widerlegt. Gegen das Ausschmelzen von Bleimodellen auf Basis von Funden und mittelalterlicher / neuzeitlicher Quellen auch Drescher 1978, 97–98. 5 Aiud–Neubauviertel Nr. III, jud. Alba, RO: Rusu 1982, bes. 375–378; Aparhant, Kom. Tolna, HU: Mozsolics 1984, 49, Nr. 1; Brâglez–Lola, com. Surduc, jud. Sălaj, RO: Bejinariu 2007, 33, Nr. 115–117, Taf. II/3a–c; Guşteriţa II, eingemeindet in die Stadt Sibiu, jud. Sibiu, RO: Petrescu-Dîmboviţa 1977, 95–97; Miljana, Krapinsko-Zagorska žup., HR: Dörfler Et Al. 1969, bes. 69–72, Taf. I/1–2; Rădetice–Na Stráži, ok. Příbram, CZ: Kytlicová 2007, 298, Nr. 198; Uioara de Sus–Tăul Mare (heute Stadtteil von Ocna Mureş), jud. Alba, RO: Stoicovici 1965, 471f. 6 Dies sollte man im Übrigen auch bei der Beurteilung der Verbreitung von Fertigprodukten in Betracht ziehen, da so auch „fremde“ Formen einfach lokal nachgeahmt werden können.
Überlegungen zur räumlichen Beziehung von bronzezeitlichen Gussformen und Fertigprodukten
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*** Bei der Bewertung des räumlichen Verhältnisses von Gussformen zu Fertigprodukten im Karpatenbecken müssen aus unserer Sicht Überlieferungsfilter stärker als bisher in Betracht gezogen werden. Zunächst stammen Tüllenbeilgussformen, anders als die Fertigprodukte, ganz überwiegend aus Siedlungen und wurden bei Ausgrabungen entdeckt. Der Stand der Siedlungsarchäologie bestimmt damit die Verbreitung von Gussformen in hohem Maße mit. Möglicherweise werden sich die Herstellungsräume erst dann klarer fassen lassen, wenn sich das Fundbild für Gussformen durch Untersuchungen in Siedlungen deutlich verdichtet. Der zweite Überlieferungsfilter betrifft die bronzezeitliche Gusstechnik. Es ist kaum anzunehmen, dass allein steinerne Gussformen verwendet worden sind. Neben einigen Funden fragiler und daher selten überlieferter zweischaliger Tongussformen liegen Belege verschiedener Arten von Modeln zur Herstellung von Ton- oder Formsandgussformen vor. Dies deutet darauf hin, dass vermutlich auch archäologisch schwer sichtbare Gussverfahren einen Anteil am Gesamteindruck der Verbreitung von Tüllenbeilgussformen in Rumänien haben. Die Steingussformen können gut zur Herstellung dieser Model gedient haben, ohne dass hier ihre einzige Funktion gelegen haben muss. Wir möchten betonen, dass die vorliegenden Gedanken nicht dahin zielen, das von Wanzek vorgestellte Modell zur Beziehung zwischen Gussformen und Fertigprodukten unbedingt zu widerlegen. Vielmehr ging es uns darum, bislang weniger beachtete Aspekte in die Diskussion einzuführen. Es ist möglich, dass auch bei wesentlichen Fortschritten in der Erforschung von Siedlungen unterschiedliche Verbreitungsschwerpunkte der beiden Quellengruppen bestehen bleiben, die dann in solchen Überlegungen ihre Erklärung finden könnten.
FUNDLISTE 1 Gussformen für Tüllenbeile aus Rumänien 1. Alexandria, jud. Teleorman, Siedlung der Coslogeni-Kultur. Fragment einer Gussformenhälfte aus ungleichmäßig gebrannter, feiner Keramik, durch Oberflächenbegehungen entdeckt. Privatbesitz P. Mirea. Pătraşcu 2004, 27–31, Abb. 2/2; Mirea–Pătraşcu 2006, 39, Nr. 42, Abb. 27/1. 2. Arad–Bulevardul Republicii, jud. Arad, Siedlung der Gáva-Kultur. Steinerne Gussformenhälfte für Tüllenbeile mit Öse, zerbrochen in zwei Hälften, bei Bauarbeiten entdeckt. Slg. Gh. Miloi, Arad. Dörner 1970, 449, Nr. I/4, Abb. 8/2; Rusu Et Al. 1977, R68a9; Wanzek 1989, 200, Nr. 42a, Taf. 49/6. 3. Beregsău Mare, com. Săcălaz, jud. Timiş, Fundumstände unklar. Steinernes Gussformenhälftenfragment, einseitig Negativ für Tüllenbeile, andere Seite Negativ einer (Tüllen-)Beilklinge. Mus. Timişoara. Szentmiklosi–Draşovean 2004, 108, Nr. 7 (mit Abb.); Luca 2006, 34, Nr. 38.1a. 4. Brădiceşti–Odaie, com. Dolheşti, jud. Iaşi, Depotfund, bei von 1977–1980 durchgeführten Ausgrabungen entdeckt, die auch früheisenzeitliche Scherben zu Tage brachten. Steinerne Gussformenhälfte für Tüllenbeile ohne Öse. Mus. Iaşi. Iconomu 1984; Wanzek 1989, 200, Nr. 42b, Taf. 50/4; Iconomu 1995, bes. 247f., Nr. 9, Abb. 2/11a–b, Taf. XII/9a–b. 5. Căscioarele–Ostrovel, jud. Călăraşi, Siedlungsfund, gefunden bei Ausgrabungen 1962, nach einer Eintragung im Grabungstagebuch „in der Erde über den Resten des Randbereichs von Haus 3“. Steinerne Gussformenhälfte für Tüllenbeile ohne Öse mit Uhrpendelzier. Eine Ecke ausgebrochen, rekonstruiert. Institutul de Arheologie „Vasile Pârvan“ Bukarest. Unpubliziert, freundliche Mitt. Dr. A. Popescu, Bukarest. 6. Cernat, jud. Covasna, Siedlungsfund, gefunden bei Ausgrabungen in einer hallstattzeitlichen Siedlung, 1. Steinerne Gussformenhälfte für Tüllenbeile; 2. Fragment einer steinernen Gussformenhälfte, sichtbar Negativ für Klingenteil eines Tüllenbeils. Museum Sfântu Gheorghe. Székely 1966, Taf. 8/6; Wanzek 1989, 200, Nr. 43, Taf. 49/4a–b, 5.
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7. Cernica, jud. Ilfov, Siedlungsfund, gefunden 1962 bei Ausgrabungen Gh. Cantacuzinos in einem Siedlungskontext der späten Tei-Kultur, tönerne Gußformenhälfte für Tüllenbeile ohne Öse. Nationalmuseum Bukarest. Wanzek 1989, 200, Nr. 44 (nach mündl. Mitt. B. Hänsel), Leahu 2003, 145f., Taf. LXVII. 8. Ciumeşti–Fântâna păşunii (La Silozuri), com. Sanislău, jud. Satu Mare, Depotfund, bei Bauarbeiten in 0,80 m Tiefe in der Nordwestecke eines hallstattzeitlichen Hausbefundes entdeckt, die Anzahl der zugehörigen Gussformen wird unterschiedlich angegeben. 1. Steinerne Gussformenhälfte für Tüllenbeile mit Öse. 2. Steinerne Gussformenhälfte für Tüllenbeile mit Öse. 3. Steinerne Gussformenhälfte für Tüllenbeile mit Öse. Nationalmuseum Bukarest. Petrescu-Dîmboviţa 1977, 90, Taf. 132/11–14, 133/1–15; PetrescuDîmboviţa 1978, 118, Taf. 91; Bader 1978, 123, Nr. 28, Taf. LXIV; Wanzek 1989, 200, Nr. 45; Kacsó 2004, Taf. LXXIX/1. 9. Dracşani, com. Drăcşenei, jud. Teleorman, Fundumstände unklar. Eine Gussformenhälfte für Tüllenbeile, Material unklar. Keine Abbildung oder Beschreibung. Verbleib unklar. Pătraşcu 2004, 31. 10. Grădiştea–Coslogeni, com. Roseţi, jud. Călărăşi, Siedlungsfund. Gefunden bei Ausgrabungen in der eponymen Siedlung der Coslogeni-Kultur, in einem Haus der obersten Schicht. Zweiseitige steinerne Gussformenhälfte für Tüllenbeile und „Harpunen“. Mus. Călărăşi. Neagu–Basarab Nanu 1986, 111–113, Abb. 16; 21; Ailincăi 2005, 22. 11. Holboca–Peste Baltă, jud. Iaşi, Siedlungsfund. Gefunden bei Ausgrabungen „um ein zerstörtes Haus herum“. Dass die zwei tönernen Gussformenfragmente wie Zaharia Et Al. (1970) meinen zur Herstellung von Tüllenbeilen dienten, ist anhand der Abbildungen schwer nachzuvollziehen. Verbleib unklar. Wanzek 1989, 201, Nr. 46; Zaharia Et Al. 1970, 197, Taf. 61/9–10, 61/1–2. 12. Lăpuş, jud. Maramureş, Grabfunde. Bei Ausgrabungen gefunden. 1. Steinerne Gussform für Tüllenbeile mit Öse, eine der Hälften ist beidseitig mit einem Negativ für Tüllenbeile versehen. 2. Teil einer steinernen Gussformenhäfte in zwei Fragmenten. 3. Steinerne Gussformenhälfte. Mus. Baia Mare. Wanzek 1989, 201, Nr. 47a–b, Taf. 48/6a–b, 48/7a–d, Nr. 47c–d, Taf. 49/1; Kacsó 2004, 239, Taf. LXIV/1. 13. Logreşti–Moşteni, com. Logreşti, jud. Gorj, Depotfund. Fundumstände unklar. 1. Steinerne Gussformenhälfte für Tüllenbeile; 2. Steinerne Gussformenhälfte für Tüllenbeile, zweiseitig, Rückseite mit Negativen für Messer; 3. Steinerne Gussformenhälfte für Tüllenbeile. Privatslg. I. Capşa. Moisil 1911, 84, Abb. 1/8; Andrieşescu 1925, 362, Anm. 2; Nestor 1932, 140; Berciu 1939, 138, Abb. 176; Rusu 1966, 36, Nr. 77; Petrescu-Dîmboviţa 1977, 79, Taf. 96/6–8; Petrescu-Dîmboviţa 1978, 112, Nr. 107, Taf. 74C; Wanzek 1989, 201, Nr. 48, Taf. 48/5; Soroceanu–Lakó 1995, 192, Nr. 17; Crăciunescu 2004, 90, Taf. XCIV. 14. Mediaş–Cetate, jud. Sibiu, Siedlungsfund. Gefunden zufällig beim Hausbau. 1. Steinerne Gussformenhälfte für Tüllenbeile mit Öse. 2. Steinerne Gussformenhälfte für Tüllenbeile mit Öse. Mus. Mediaş. Székely 1953, Abb. 2–3; Wanzek 1989, 201, Nr. 49, Taf. 47/1, 3b–c; Luca 2003, 130, Nr. 128.10. 15. Mediaş–Cetate oder Umgebung, jud. Sibiu, Einzelfund?, Fundumstände unklar. Steinerne Gussformenhälfte für Tüllenbeile mit Öse. Museum Mediaş. Wanzek 1989, 202, Taf. 47/2. 16. Orşova, jud. Mehedinţi, Einzelfund. Fundumstände unklar. Wohl steinerne Gussformenhälfte für Tüllenbeile. Verbleib unklar. Gumă 1993, 255, Nr. 44b (unter Berufung auf eine mündliche Mitt. von Fl. Medeleţ); Luca 2006, 186, Nr. 417.1h 17. Păltiniş–Topliţa, com. Cornuţel, jud. Caraş-Severin, Siedlungsfund. An der genannten Stelle gefunden, von der auch frühhallstattzeitliche Keramik vorliegt. Steinerne Gussformenhälfte für Tüllenbeile. Museum Caransebeş. Rogozea 1983, 141, Nr. III, Taf. 1b; Wanzek 1989, 202, Nr. 51; Gumă 1993, 255, Nr. 45; Luca 2004, 108, Nr. 180.1; Luca 2006, 194, Nr. 427.1a. 18. Pleniţa–Dealul Bobului, jud. Dolj, Depotfund. 1915 beim Brechen von Steinen neben dem Friedhof des Ortes am o.g. Hügel gefunden. 1. Steinerne Gussform für Tüllenbeile mit Öse; 2. Steinerne Gussform für Tüllenbeile mit Öse; 3. Steinerne Gussformenhälfte für Tüllenbeile mit Öse; 4. Steinerne Gussformenhälfte für Tüllenbeile mit Öse; 5. Steinerne Gussformenhälfte für Tüllenbeile mit Öse. Nationalmuseum Bukarest und Mus. Craiova. Nicolăescu-Plopşor 1923; Berciu 1939, 138, Abb. 175/1–6; Petrescu-Dîmboviţa 1977, 125, Taf. 295/4–10; Petrescu-Dîmboviţa 1978, 139, Nr. 209, Taf. 222C; Wanzek 1989, 202, Nr. 52, Taf. 47/5–7, 48/1; Soroceanu–Lakó 1995, 192, Nr. 27; Boroffka–Ridiche 2005 (mit weiterer Literatur); Lazăr 2005, 104f., Nr. 60, Taf. XXXV.
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19. Popeni–Cerchez, jud. Vaslui, Siedlungsfund. Auf der Oberfläche eines „Aschehügels“ der Noua-Kultur. Steinerne Gussformenhälfte für Tüllenbeile. Verbleib unklar. Rotaru 2008, 54, Abb. 1/2. 20. Poian, Kr. Covasna, Einzelfund. Fundumstände unklar. Steinerne Gussformenhälfte für Tüllenbeile. Mus. Sf. Gheorghe. Wanzek 1989, 202, Nr. 53, Taf. 49/3 (nach mündl. Mitt. N. Boroffka). 21. Radovanu–Gorgana a doua, Kr. Călăraşi, Siedlungsfund. Ausgrabung, aus einer Schicht der Coslogeni-Kultur. Fragment einer steinernen Gussformenhälfte für Tüllenbeile. Verbleib unklar. Morintz– Şerbănescu 1985, bes. 16. 22. Reci–Telek, Kr. Covasna, Siedlungsfunde. Bei Ausgrabungen in einer hallstattzeitlichen Siedlung entdeckt. 1. Fragment einer steinernen Gussformenhälfte; 2. Fragment einer steinernen Gussformenhälfte. Museum Sf. Gheorghe. Székely 1966, 12, Taf. VIII/7, 8. 23. Sânnicolau Mare?, jud. Timiş, aus der Slg. Fuchs, Fundortangabe unsicher. Fragment einer steinernen Gussformenhälfte für Tüllenbeile. Mus. Timişoara. Wanzek 1989, 202, Nr. 55, Taf. 49/7; Szentmiklosi– Draşovean 2004, 108, Nr. 10 (mit Abb.). 24. Siret, jud. Suceava, Siedlungsfund. Ausgegraben in einer Siedlung der Gavá-Kultur. Steinerne Gussformenhälfte für Tüllenbeile. Museum Suceava. László 1994, 180, Nr. 216, Taf. 50/2–3; Ignat 2000, 20f., Abb. 2/2–3. 25. Tăşad, com. Drăgeşti, jud. Bihor, Siedlungsfund. Ausgegraben in einer Siedlung der Gáva-Kultur. Fragment einer steinernen Gussformenhälfte für Tüllenbeile mit Öse. Museum Oradea. Wanzek 1989, 202, Nr. 56, Taf. 49/2 (mündl. Mitt. M. Rusu). 26. Teleac, jud. Alba, Siedlungsfunde. Gefunden in sekundärer Position in Phase II des Walls, entsprechend Phase III der Siedlung. 1. Fragment vom Oberteil einer steinernen Gussformenhälfte; 2. Fragment einer steinernen Gussformenhälfte. Neben dem Beilnegativ noch solche für Anhänger und Ringe. Museum Alba Iulia. Ciugudean Et Al. 2008, 44, Taf. XXIII/1, 4. FUNDLISTE 2 Tüllenbeilhälften 1. Beremend, Kom. Baranya. Depotfund, drei Tüllenbeilhälften, davon eine fragmentarisch. Wanzek 1989, 37f.; Mozsolics 1984, 50f., Nr. 9; Mozsolics 1985, 95f., Taf. 252/5, 8, 9. 2. Keszőhidegkút, Kom. Tolna. Depotfund, eine Tüllenbeilhälfte. Wanzek 1989, 37; Mozsolics 1984, 58, Nr. 41, Taf. 10/5; Mozsolics 1985, 135–137, Taf. 35/1. 3. Kurd, Kom. Tolna. Depotfund, eine Tüllenbeilhälfte. Wanzek 1989, 37; Mozsolics 1984, 58f., Nr. 44, Taf. 10/6; Mozsolics 1985, 140f., Taf. 23/11. 4. Lengyeltóti, Kom. Somogy. Depotfund III, zwei Tüllenhammerhälften. Wanzek 1989, 37; Mozsolics 1984, 59, Nr. 46; Mozsolics 1985, 143, Taf. 108/20–21. 5. Lovasberény, Kom. Tolna. Depotfund, eine Tüllenbeilhälfte. Wanzek 1989, 38; Mozsolics 1984, 59, Nr. 47; Mozsolics 1985, 144f., Taf. 245/3. FUNDLISTE 3 Bleierne Beile 1. Anwick, Lincolnshire, GB. Einzelfund. Bleiernes Tüllenbeil mit verdickter Mündung, darunter ein Wulst, unter dem unmittelbar die Öse ansetzt. Gerade Bahn, die erst im unteren Drittel leicht zu einer kaum geschwungenen Klinge ausbiegt. Körperquerschnitt in Form eines Quadrates mit abgerundeten Ecken. Späte Bronzezeit. Gowland 1901, 368, Nr. 4 (Alnwick); Clark 1905, 258; Davey 1973, 68, Taf. 13/138; Tylecote 1986, 93, Tab. 54.
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2. Cambridge–New Street, Cambridgeshire, GB. Einzelfund? Fragment (Hälfte) eines bleiernen Tüllenbeils in einer bronzenen Gussform. Späte Bronzezeit. Tylecote 1962, 127, Tab. 49; Lawson 1979, 178; Tylecote 1986, 93, Tab. 54; Needham–Hook 1988, 274, App. 2.1.7 3. Dezmir–Bocomaia, jud. Cluj, RO. Depotfund, bleiernes Tüllenbeil. HaB1. Rusu Et Al. 1977, R65b/23. 4. Gammelgarn, Gotlands län, SE. Einzelfund. Miniaturbeil aus einer Blei-Zinn-Legierung. Länge 3,8 cm, Schneidenbreite 3,5 cm. Vermutlich ältere Bronzezeit. Oldeberg 1974, 271, Nr. 2109, Abb. 2109. 5. Lachen–Speyerdorf, Gem. Neustadt/Weinstraße, Rheinland–Pfalz, DE. Grabfund. Hälfte einer Doppelaxt8 aus Blei in Form eines etwas unregelmäßigen, gleichschenkligen Dreiecks mit abgerundeten Ecken. HaB1. Sprater 1929; Nachrichtenblatt 1929; Müller-Karpe 1959, 316, Taf. 211K; Jockenhövel 1971, 145f., Nr. 274, 150, Nr. 279, Taf. 22.274; Jockenhövel 1973, 23, Abb. 2/2; Sperber 2000. 6. Maidstone, Kent, GB. Einzelfund. Absatzbeil, seitlich durch den Pflug beschädigt. Länge 9,5 cm. Späte Bronzezeit. Barber 2003, 121, Abb. 35–36; Portable Antiques Scheme Nr. KENT368: http://www.findsdatabase.org.uk/hms/pas_obj.php?type=finds&id=0013EA161210120D (überprüft 21.04.2009). 7. Patrington, Humberside, GB. Einzelfund. Facettiertes bleiernes Tüllenbeil. Späte Bronzezeit. Needham–Hook 1988, 272, App. 1.9 *Perugia, Prov. Perugia, IT. Olshausen (1883, 104) erwähnt von hier in der Slg, Guardabassi ein Tüllenbeil und eine Pfeilspitze „der italienischen späteren Bronzezeit“ aus Blei oder Zinn. Das Beil lässt sich bei Carancini (1984) nicht identifizieren. 8. Seamer Moor, Yorkshire, GB. Einzelfund. Tüllenbeil mit verdickter Mündung, darunter eine leichte Rippe, an der unmittelbar die Öse ansetzt. Die Bahn schwingt leicht aus zu einer fast geraden Klinge. Späte Bronzezeit. Gowland 1901, 368, Nr. 6; Clark 1905, 258; Tylecote 1986, 93, Tab. 54; Needham–Hook 1988, 266, Abb. 3, 273, App. 1 (Blei mit Zinn, genaue Analyse nicht angegeben).10 9. Southall–Brickfield, Greater London, GB. Depotfund, vor 1897 oder in diesem Jahr gefunden, einzelne Teile wurden von den Findern verkauft und sind unbekannt. Zweiteilige bronzene Tüllenbeilgussform, darin ein bei der Auffindung möglicherweise noch komplettes Bleibeil. Späte Bronzezeit. Gowland 1901, 368, Nr. 2; Britton 1960, GB51/1a–b; Tylecote 1986, 93, Tab. 54; Maraszek 2006, 423, Nr. ENG/G025. LITERATUR Ailincăi 2005 Andrieşescu 1925 Bader 1978 Barber 2003 Bejinariu 2007 Berciu 1939 Alincăi, S., Epoca bronzului, IN: Jugănaru, G. (ed.), Aspecte privind prelucrarea şi circulaţia metalelor în Dobrogea din preistorie până în evul mediu, Ausstellungskatalog, Tulcea. Andrieşescu, I., Nouvelles contributions sur l`âge du bronze en Roumanie, Dacia, 2, 345–384. Bader, T., Epoca bronzului în nord-vestul Transilvaniei, Bucureşti. Barber, M., Bronze and the Bronze Age. Metalwork and Society in Britain c. 2500–800 BC, Strout. Bejinariu, I., Depozitul de bronzuri de la Brâglez, Cluj. Berciu, D., Arheologia preistorică a Olteniei. Extras din AO, 101–104.
7 In den Arbeiten Tylecotes (1962, 1986) wird auf Clark (1905) verwiesen, der den Fund jedoch nicht erwähnt. Die Anm. „Now in Cambridge Museum of Arch. and Ethn.“ bei Tylecote (1962, 127, Tab. 49) scheint anzudeuten, dass er den Fund aus eigener Anschauung kennt. Lawson (1979, 178) erwähnt den Fund ohne Bezug auf Literatur. 8 Die Ansprache als Doppelaxtfragment beruht auf einer Neuaufnahme des Fundes durch Sperber, zuvor war man von einem Bleibarren ausgegangen (Sperber 2000, 386–395). 9 Needham‒Hook 1988, App.1 geben in ihrer tabellarischen Zusammenstellung der britischen Bleifunde als Referenz für das Tüllenbeil aus Patrington Tylecote 1986, 93, Tab. 54 an. Dort ist der Fund jedoch nicht verzeichnet, auch sonst fanden sich keine Literaturbelege für diesen Fund. 10 Needham‒Hook 1988, 273, App. 1 geben den Fundort mit Semer Common, Suffolk an.
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Bergen 2005 Boroffka–Ridiche 2005
Britton 1960 Carancini 1984 Ciugudean Et Al. 2008 Clark 1905 Crăciunescu 2004 Davey 1973 Dietrich 2009 Dietrich 2010 Dörfler Et Al. 1969 Dörner 1970 Drescher 1978 Evans 1881 Foltz 1980 Goldmann 1981 Gowland 1901 Gumă 1993 Iconomu 1984 Iconomu 1995 Ignat 2000 Jockenhövel 1971 Jockenhövel 1973 Kacsó 2004 Kytlicová 2007 Lazăr 2005 László 1994
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90
Tüllenbeilgussformen und Fertigprodukte in Rumänien
Begrenzung des Arbeitsgebietes
˜ ¢ ¢ ¢
Fertiprodukt Gussform, Stein Gussform, Ton Gussform, Material unklar
Die Nummerierung entspricht Fundliste 1.
O. Dietrich
Tafel 1. Tüllenbeile und Tüllenbeilgussformen in Rumänien (nach DIETRICH 2009; bei einem Bearbeitungsstand von 3256 Tüllenbeilen).
Überlegungen zur räumlichen Beziehung von bronzezeitlichen Gussformen und Fertigprodukten
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4 1 2 3
5
6
7
8
9 Tafel 2. Tüllenbeilhälften. 1–3. Beremend; 4. Keszőhidegkút; 5. Kurd; 6–7. Lengyeltóti; 8. Lovasberény (1–8. nach MOZSOLICS 1985); 9. Bleiernes Tüllenbeil von Dezmir (Foto: B. Rezi).
aBBREVIatIOnS
ABSz Acta ActaArch ActaArch Carpatica ActaArch København ActaMN ActaMP Aetas AJA AJPhA Alba Regia Aluta AMIT Analele Banatului Anatolian Studies Annales MNH AnnalesUA, SH Angustia AnthrAnz AnthrKözl Antiquity AO Apulum ArchAustr ArchBulg ArchÉrt ArchHung ArchKorr Argesis ArhMold Asmosia ATN AVSL BA BAI BAM Banatica BAR
Acta Biologica Szegediensis Acta (Siculica), Muzeul Naţional Secuiesc, Sfântu Gheorghe Acta Archaeologica Academiae Scientiarum Hungaricae, Budapest Acta Archaeologica Carpathica, Academia Scientiarum Polona Collegium Cracoviense, Kraków Acta Archeologica, København Acta Musei Napocensis, Cluj-Napoca Acta Musei Porolissensis, Zalău Aetas, Történettudományi folyóirat American Journal of Archaeology American Journal of Physical Anthropology Alba Regia, Annales Musei Stephani Regis, Székesfehérvár Aluta, Revista Muzeului Naţional Secuiesc, Sfântu Gheorghe Archäologische Mitteilungen aus Iran und Turan, Berlin Analele Banatului, Muzeul Banatului, Timişoara Anatolian Studies, Journal of the British Institute of Archaeology at Ankara Annales Musei Historiae Naturalis Hungariae, Budapest Annales Universitatis Apulensis, Series Historica, Alba Iulia Angustia, Muzeul Carpaţilor Răsăriteni, Sfântu Gheorghe Anthropologischer Anzeiger, Journal of Biological and Clinical Anthropology Anthropológiai Közlemények, A Magyar Biológiai Társaság Embertani Szakosztályának folyóirata, Budapest Antiquity, London Arhivele Olteniei, Craiova Apulum, Acta Musei Apulensis, Alba Iulia Archaeologia Austriaca, Wien Archaeologia Bulgarica, Sofia Archaeologiai Értesítő, Budapest Archaeologia Hungarica, Budapest Archäologisches Korrespondenzblatt, Römisch-Germanischen Zentralmuseum in Mainz Argesis, Studii şi Comunicări, Piteşti Arheologia Moldovei, Iaşi Association for the Study of Marble and Other Stones In Antiquity Archaeological Textile Newsletter Archiv des Vereins für siebenbürgische Landeskunde Biblioteca de Arheologie, Bucureşti Bibliotheca Archaeologica Iassiensis, Iaşi Bibliotheca Archaeologica Moldaviae, Iaşi Banatica, Muzeul de istorie al judeţului Caraş-Severin, Reşiţa British Archaeological Reports, International Series, Oxford
350
Abbreviations
BAU BCMI BCRC BCŞS BdA Beiträge MK Beiträge UFMV BerRGK BHAB BHAUT BM BMA BMAnt BMBistriţa BMM BMN BMP BMTA BPH BpRég B – PS Bremer ArchBl Britannia BT CA Carpica CCA CI ComArchHung Corviniana Crisia CRPC CurrA CsSzMÉ Dacia DDMÉ DolgKolozsvár (Ú. S.) Eirene EM EphemDacoromana EphemNap EpigAnat EPRO ETF FBSMB
Beihefte Atlas der Urgeschichte Buletinul Comisiunii Monumentelor Istorice Buletinul Centrului de Restaurare-Conservare a Patrimoniului Cultural Naţional, Iaşi Buletinul Cercurilor Ştiinţifice Studenţeşti, Alba Iulia Bolletino di Archeologia Beiträge zu ur- und frühgeschichtlichen Archäologie des MittelmeerKulturraumes, Bonn Beiträge zur Ur- und Frühgeschichte Mecklenburg-Vorpommerns Bericht der Römisch-Germanischen Kommission Bibliotheca Historica et Archaeologica Banatica Bibliotheca Historica et Archaeologica Universitatis Timisiensis Bibliotheca Marmatia, Baia Mare Biblioteca Mvsei Apvlensis, Alba Iulia Bibliotheca Memoriae Antiquitatis, Muzeul de istorie Piatra Neamţ Biblioteca Muzeului Bistriţa Bibliotheca Mvsei Marisiensis, Seria Archaeologica, Târgu Mureş, Cluj Napoca Bibliotheca Mvsei Napocensis, Cluj-Napoca Bibliotheca Mvsei Porolissensis, Zalău Buletinul Muzeului Teohari Antonescu, Giurgiu Bibliotheca Praehistorica Hispana, Madrid Budapest Régiségei, Budapest Baltic-Pontic Studies Bremer Archäologische Blätter, Focke-Museum, Bremer Landesmuseum Britannia, A journal of Romano-British and Kindred Studies Bibliotheca Thracologica, Bucureşti Cercetări Arheologice Carpica, Muzeul Judeţean de Istorie şi Artă „Iulian Antonescu“, Bacău Cronica Cercetărilor Arheologice din România Cercetări Istorice Communicationes Archaeologicae Hungariae, Budapest Corviniana, Acta Musei Corviniensis, Hunedoara Crisia, Muzeul Ţării Crişurilor, Oradea Conservarea şi Restaurarea Patrimoniului Cultural, Iaşi Current Anthropology Csíki Székely Múzeum Évkönyve, Csíkszereda Dacia, Recherches et décuvertes archéologiques en Roumanie, I–XII (1924–1948), Bucureşti; Nouvelle série (N. S.), Dacia. Revue d’archéologie et d’histoire anciene, Bucureşti A Debreceni Déri Múzeum Évkönyve Dolgozatok az Erdélyi Nemzeti Múzeum Érem- és Régiségtárából, (új sorozat, 2006–), Kolozsvár Eirene, Studia Graeca et Latina, Prague Erdélyi Múzeum, Kolozsvár Ephemeris Dacoromana Ephemeris Napocensis, Cluj–Napoca Epigraphica Anatolica, Köln Etudes préliminaires aux religions orientales dans l’Empire romain Erdélyi Tudományos Füzetek, Kolozsvár Forschungen und Berichte der Staatlichen Museen zu Berlin
Abbreviations
351
FMSt FolAnthr FolArch FÖ Godišnjak Sarajevo Germania Hesperia IPH Jahrbuch RGZM JahrDAI JahrMV JahrOM JAMÉ JAMT JBAA JfA JFS JHE JRS MAkadÉrt Marisia MCA MCIV MIMK MittAGW MittBGAEU MittCCEB MΩMOΣ Monographien RGZM MTAÉ Offa OpArch Ősrégészeti levelek PA PamArch PAS PB PBF Peuce Pontica PPS PZ Pulpudeva RdA RégFüz RevArh
Frühmittelalterliche Studien, Münster Folia Anthropologica, Szombathely Folia Archeologica, a Magyar Nemzeti Múzeum Évkönyve, Budapest Fundberichte aus Österreich, Wien Godišnjak Centra za Balkanoloska Ispitivanja Akademije Nauka i Umjetnosti, Bosne i Hercegovine, Sarajevo Germania, Frankfurt am Main Hesperia, the American School of Classical Studies at Athens Inventaria Praehistorica Hungariae, Budapest Jahrbuch des Römisch-Germanischen Zentralmuseums Mainz Jahrbuch des Deutschen Archäologischen Instituts, Berlin Jahresschrift für Mitteldeutsche Vorgeschichte, Deutscher Verlag der Wissenschaften for the Landesmuseum für Vorgeschichte (Halle), Berlin Jahrbuch des Oberösterreichischen Musealvereines A Nyíregyházi Jósa András Múzeum Évkönyve, Nyíregyháza Journal of Archaeological Method and Theory Journal of the British Archaeological Association Jahrbuch für Altertumskunde Journal of Forensic Sciences Journal of Human Evolution Journal of Roman Studies Magyar Akadémiai Értesítő Marisia (V–), Studii şi Materiale, Târgu Mureş Materiale şi Cercetări Arheologice, Bucureşti Materiale şi Cercetări de Istorie Veche a României, Bucureşti Molnár István Múzeum Kiadványai, Cristuru Secuiesc Mitteilungen der Anthropologischen Gesellschaft Wien Mitteilungen der Berliner Gesellschaft für Anthropologie, Ethnologie und Urgeschichte Mittheilungen der Central-Commission zur Erhaltung der Baudenkmale MΩMOΣ, őskoros Kutatók Összejövetelének konferenciakötete Monographien Römisch-Germanisches Zentralmuseum Mainz Magyar Tudományos Akadémia Évkönyve Offa, Berichte und Mitteilungen zur Urgeschichte, Frühgeschichte und Mittelalterarchäologie Opuscula Archaeologica, Arheološki zavod, Filozofski fakultet u Zagrebu ősrégészeti levelek / Prehistoric newsletter, Budapest Patrimonium Apulense, Alba Iulia Památky Archeologické, Praha Prähistorische Archäologie in Südosteuropa, Berlin, Kiel, München Patrimonium Banaticum, Timişoara Prähistorische Bronzefunde, München, Stuttgart Peuce, Studii şi cercetări de istorie şi arheologie, Institutul de Cercetari EcoMuzeale Tulcea, Institutul de Istorie si Arheologie, Tulcea Pontica, Anuarul Muzeului de Istorie Naţională şi Arheologie Constanţa Proceedings of the Prehistoric Society, London Praehistorische Zeitschrift, Berlin Pulpudeva, Semaines philippopoitaienes de l’histoire et de la culture traces Rivista di Archeologia Régészeti Füzetek, Budapest Revista Arhivelor, Bucureşti
352
Abbreviations
RevBis RGF RHistRel RRTP RSP Sargetia SCICP SCIV(A) SIMA SlovArch SpecNova StComCaransebeş StCom Satu Mare StCom Sf. Gheorghe StCom Sibiu StudiaD Studia Troica StudiaUBB Studie AUCAB Študijné zvesti Suceava Swiatowit Századok Terra Sebus Thraco-Dacica Tisicum TrudyErmit UPA VAH VIA KÖK VF Zargidava ZE ZSL
Revista Bistriţei, Complexul Judeţean Muzeal Bistriţa-Năsăud Römisch-Germanische Forschungen, Mainz, Berlin Revue de l’historie des religions Revista română de textile-pielărie, Iaşi Rivista di scienze preistoriche, Istituto Italiano di Preistoria e Protostoria Sargeţia, Buletinul Muzeului judeţului Hunedoara, Acta Musei Devensis, Deva Studii şi comunicări de istorie a civilizaţiei populare din România, Muzeul Brukenthal, Sibiu Studii şi Cercetări de Istorie Veche (şi Arheologie 1974–), Bucureşti Studies in Mediterranean Archaeology Slovenská Archeológia, Bratislava Specimina Nova Dissertationum ex Institutom Historico Universitatis Quinqueecclesiensis de Jano Pannonio nominatae, Pécs Studii şi Comunicări de Istorie Veche Caransebeş Studii şi Comunicări Satu Mare Studii şi Comunicări Sfântu Gheorghe Studii şi Comunicări, Muzeul Brukenthal, Sibiu Studia Danubiana, Series Symposia Studia Troica, Universität Tübingen Studia Universitatis Babeş–Bolyai, series Historia, Cluj-Napoca Studie Archeologického Ústavu Československé Akademie vĕd v Brnĕ, Praha Študijné zvesti, Archeologického Ústavu Slovenskej Akadémie Vied, Nitra Suceava, Anuarul Complexului Muzeal Bucovina Swiatowit, Rocznik katedry archeologii pierwotnej i wczesnosredniowiecznej Universytetu Warszawskiego Századok, A Magyar Történelmi Társulat folyóírata Terra Sebvs, Acta Mvsei Sabesiensis, Sebeş Thraco-Dacica, Institutul de Tracologie, Bucureşti Tisicum, A Jász-Nagykun-Szolnok Megyei Múzeumok Évkönyve, Szolnok Trudy Gosudarstvennogo Ėrmitaža Universitätsforschungen zur prähistorischen Archäologie, Bonn Varia Archaeologica Hungarica, Budapest VIA, Kulturális és Örökségvédelmi Kismonográfiák – Monographia Minor in Cultural Heritage, Budapest Vorgeschichtliche Forschungen, Berlin Zargidava, Revistă de istorie, Bacău Zeitschrift für Ethnologie Zeitschrift für Siebenbürgische Landeskunde